Sonntag, 28. September 2014

Bei meinem Vati zuhause...

Gestern waren Männe und ich, mit meiner großen Schwester und ihren Kiddies im Schlepptau, bei Vati zuhause, um seinen Geburtstag nachzufeiern.
Ich und meine Schwestern sind in einen kleinen Dörfchen aufgewachsen, wo die Welt noch halberwegs heile ist. Bis auf den einen Ertrunkenen im Schwanenteich vor etlichen Jahren, gab es nichts was unser Dörfchen erschüttert hätte.
Unser Elternhaus steht "oben am Berge", wie wir immer sagen, weil es das letzte Haus am Ende einer holprigen Straße ist, die eine ganz schöne Steigung hat. Und hinter dem Häuschen sind nur noch Koppeln, eine kleine Apfelplantage und Wald zu sehen. Früher als Kinder haben wir viel draussen gespielt, mit allem was uns zur Verfügung stand. Da gab es noch kein Computer, Internet oder Smartphone. Da wussten wir uns noch anderweitig zu beschäftigen. Wir sind auf Bäume geklettert, haben unten am Bach gespielt, sind mit der Axt durch den Wald gerannt und haben Buden gebaut, sind im Winter auf, mit Schnee gefüllten Mülltüten, den Kuhberg (...steile Koppel auf der immer die Kühe weiden) bei uns hinterm Haus runter gerutscht.
Ich habe als kleines Kind (... und auch heute noch) meinem Vati immer in der Werkstatt geholfen und viel mit ihm gebaut. Seinen es nun Vogelhäuser gewesen, ein Freilaufgehege für die Meerschweinchen oder die großen Holzpferde für mich und meine beste Freundin, mit denen wir stundenlang spielten.
Ich bin froh, das ich von Vati so viel gelernt und beigebracht bekommen habe. Handwerklich mache ich keinem Mann was vor, was meiner oft zu spüren bekommt. Das kratzt dann schon an seinem Ego smilie_happy_331.gif
Was besseres konnte mir gar nicht passieren, als auf einem Dorf aufzuwachsen. Wenn ich mir vorstelle, ich wäre einer jener Städter geworden, die fragen ob aus einer braunen Kuh Schokoladenmilch kommt und ob man das Fleisch einer Kuh essen kann (... ohne Witz, das wurde Vati vor ein paar Jahren von einer sehr aufgetackelten, hochnässigen Frau mit Stöckelschühchen und so einem bekloppten Sonnenschirmchen gefragt), ich glaub ich hätte mir die Kugel gegeben.

Aber ich schweife ab smilie_sh_087.gif

Und nun kommen ein paar Fotos die ich gemacht habe...

Stockrosen
Dahlien...
... noch mehr Dahlien...
.... und Überraschung... nochmal Dahlien.
Hier sind ein paar verschiedene Hauswurze zu sehen und das grau-flauschige ist Wollziest, auch Eselsohr genannt. Momentan stehen auf den Koppeln wieder die Trockensteher.
Im Gemüsebeet, in der Ecke beim Eingang, stehen gerade die Cosmeen, auch Schmuckkörbchen genannt, in voller Blüte. Wunderhübsch ist diese Staude anzusehen und sie wird weit über 2m hoch. Die Cosmea (... oder Kosmea geschrieben), ist einjährig und sät sich selbst aus. Das bedeutet, es brauchen keine Samen abgenommen und für nächstes Jahr aufbewahrt werden zur Neuaussaat, sondern da wo die Samen fallen, wächst im nächsten Jahr wieder eine neue Pflanze.
Ich muss gestehen, ich habe keine Ahnung was das für eine Pflanze ist und aus der Familie weiß es auch keiner. Se ist sozusagen einfach da. Wer weiß, um was es sich hier handelt, kann gerne Bescheid geben.
Ein Tagpfauenauge labt sich auf dem Misthaufen an einem verrottenden Apfel.
Ebenfalls auf dem Misthaufen wächst noch eine Kartoffelpflanze. Das die noch was wird, wage ich mal stark zu bezweifeln.
Auch hier habe ich keine Ahnung, um was es sich handelt. Wer es weiß, kann auch hier bitte Bescheid geben.
Duftwicken in zwei verschiedenen Farben. Sie verströmen einen herrlich blumigen Duft. Davon habe ich mir gleich mal ein paar Samenschoten stibitzt.
Am Holzschuppen klettern noch zwei Puffbohnenpflanzen, mit richtig dicken Schoten und noch dickeren Kernen. In den Ampeln sind Erdbeerpflanzen drin. Ob nun essbare oder Ziererdbeeren weiß ich jetzt gar nicht. Links unten ist noch ein klitzekleiner Kürbis zu sehen und darüber das sind Buschbohnen, die auch noch reichlich tragen.

Liebe Grüße und noch einen schönen Sonntag!
Anna

Nachtrag:
Das Rätsel der unbekannten Pflanzen ist, dank Achim von "Achimsgarten - ein Traum wird wahr", gelöst smilie_happy_311.gif
Bei der ersten Pflanze handelt es sich um eine Canna, auch Indisches Blumenrohr genannt.
Die zwei anderen Pflanzen in den nebeneinander stehenden Kübeln sind Schmucklilien.

Schaut doch mal bei Achim vorbei und stöbert auf seinem Blog. Es gibt viel interessantes bei ihm zu lesen smilie_happy_310.gif

Dienstag, 23. September 2014

Neues aus dem Garten X...

Puh, so geht das Gartenjahr 2014 bald zu Ende und Ruhe ist im Garten trotzdem noch lange nicht in Sicht. Es gibt noch einiges zu tun, aber keine Hektik, alles der Reihe nach.

Unser Dschungel hat sich gaaaaaanz schön gelichtet, es ist kaum noch etwas im Beet.
Heute habe ich ganz grob das Unkraut rausgezubbelt. Morgen, wenn das Wetter noch mit spielt, werde ich das Beet umgraben und einen Gründünger reinstreuseln. Ich will das mal versuchen wie das mit Düngerpflanzen ist, da bei uns ja keine Chemie (... ok, bis auf das Schneckenkorn) in den Garten kommt. Die Pflanzen brauchen dann irgendwann nur noch mit untergeackert werden und gut ist.

Das restliche Gemüse habe ich heute noch aus der Erde gefummelt, ganz viele Haselnüsse aufgelesen, der Luffa die neuen kleinen Früchte abgesäbelt und und und...


So ärmlich schaut es momentan im Garten aus, zumindest auf der Beetseite. Das einzige was jetzt noch im Beet steht sind die Luffa, Schwarzwurzeln der 1. und 2. Aussaat, Knoblauch in diesem Jahr gesteckt, eine blühende Möhrenpflanze und viele viele hohe und niedrig buschige Tagetespflanzen. Den Rest habe ich alles rausgefummelt, seien es nun die letzten 3 Pastinaken oder das nervige Unkraut.

Hier sind die letzten 3 Pastinaken. Bei zweien hatte ich mächtig zutun die aus der Erde zu bekommen, die haben sich durch die vielen Ärmchen richtig fest verankert gehabt. Normalerweise sind die Wurzeln pfeilgerade wie eine Möhre, aber es kommen auch deformierte zum Vorschein wie bei mir. Das ist aber nicht schlimm. Pastinaken sind vergleichbar mit der Petersilienwurzel, obwohl sie geschmacklich eher dem Sellerie nahe kommen. Bevor die Kartoffel zu uns nach Europa kam, waren die Pastinaken sozusagen die Kartoffeln. Sie kann als Gemüse zubereitet werden, als Suppe oder als Suppeneinlage. Sehr lecker schmeckt sie als Zugabe zur Mauke (Kartoffelpüree), wobei aber mehr Pastinake genommen wird als Kartoffel. Sie sind sehr magenschonend und wurden vorallem früher von Müttern für ihre Babys als Brei zubereitet, weil sie gut verdaulich sind.

Und die Tagetes stehen in voller Blütenpracht, es ist ein Traum. Oder auch nicht. Mit der Samenernte werde ich wohl nicht groß hinterher kommen. Naja, was soll's, da haben wir im nächsten Jahr eben ultraviele Tagetespflanzen (... und auch Ringelblumen) im Garten. Ich muss sie ja nicht alle groß werden lassen. Das schlimme ist ja, ich bekomme kaum Samen los, weil wirklich fast jeder selbst Tagetes (... und Ringelblumen) im Garten hat. Es ist zum Mäuse melken.

Die Luffa's wachsen nach wie vor, was sehr gut ist, hinsichtlich der Nachttemperaturen von eventuell gerade mal 8 Grad, so wie gestern. Die ganzen kleinen Nachzügler habe ich rigoros abgeschnitten. Sie sind nur unnötige Nährstoffschmarotzer. Jetzt hängen noch 4 Monster an den beiden Pflanzen dran und das reicht. Die Pflanzen fangen nun langsam an einzugehen und zu verwelken. Die Früchte lasse ich so lange wie möglich an den Pflanzen dran.

Unsere kleine Haselnuss hat in diesem Jahr getragen ohne Ende. Einen halben Eimer habe ich heute aufgelesen und das ist schon was für das dünne Sträuchchen. Die Haselnüsse werden noch nachgetrocknet. Ich selbst kann sie leider nicht essen bzw. anderweitig verarbeiten, also werde ich sie wohl meinem Vati mitnehmen. Er knackt die immer und die bekommen dann die Vögel im Winter. Unter der Haselnuss in dem Reifen steht ja die Pfefferminze, die auch sehr gut angewachsen ist. Die werde ich noch einmal verschneiden und dann kanns sie sich kümmern.

Hier seht ihr Kapuzinerkresse, den Knoblauch und die Schwarzwurzeln der 1. und 2. Aussaat. Ich würde gerne mal bei den Schwarzwurzeln der 1. Aussaat buddeln, aber ich fürchte da ist noch nicht sonderlich viel dran. Die aus der 2. Aussaat wollte ich ja im nächsten Jahr blühen lassen. Mal sehen, ob ich sie doch irgendwie umsetzen kann ohne die Wurzel zu sehr zu beschädigen.

Liebe Grüße
Anna 

Samstag, 20. September 2014

Dialog...

Im TV kam gerade Werbung für das sogenannte "Promi-Boxen", wo eben solche selbsternannten "Promis" gegeneinander oder miteinander sich ein bisschen im Ring kabbeln.

Gerade wurden die Teilnehmer genannt, unter anderem auch Lucas Cordalis.

Folgender Dialog entstand dazu zwischen mir und Männe:

Er: "Wer?"
Ich: "Na Lucas Cordalis."
Er: "Wer?"
Ich: "Lucas Cordalis, kennste nich?"
Er: "Wer soll denn des sein?"
Ich: "Kennste Costa Cordalis?"
Er: (... seine Mine erhellt sich): "Klar, des war doch das Schiff was gesunken is, nich?"
Ich: *LACHFLASH*
Er: "Was?"
Ich (...nach Luft japsend): "Nicht Costa Concordia, sondern Costa Cordalis, der Schmalzschmuseschlagersänger.... (... flöte in den höchsten Tönen "Aaaaanitaaaaaa")
Er: Pfff (... steht auf und geht, von meinem Lachen begleitet, beleidigt aus dem Raum)


Männer  smilie_happy_309.gif smilie_happy_309.gif smilie_happy_309.gif

Mittwoch, 17. September 2014

Gehäkelte kleine Häschendame...

Vor ein paar Wochen habe ich bei unserem Bahnhofszeitungsladen eine Zeitschrift entdeckt, in der es um das häkeln von Amigurumi geht.

Voller Begeisterung blätterte ich die Zeitschrift durch und war am abwegen, ob sich die knapp 6,-€ für die paar Seiten Papier überhaupt lohnen würden.

Tja, ich kam zu dem Entschluss das es sich lohnen würde smilie_happy_331.gif


Und hier ist das erste Amigurumi, ein kleines Häschen (ca. 13cm groß)...
Das linke Beinchen ist etwas kräftiger als das rechte. Das passiert, wenn man mal zu fest und mal zu locker häkelt.



Liebe Grüße
Anna

Montag, 15. September 2014

Neue Blumenzwiebeleroberungen...

So langsam aber sicher hält der Herbst bei uns Einzug. Das Wetter ist zwar schon seit etlichen Wochen mehr als durchwachsen, mal sonnig und heiß, dann wieder regnerisch und kühl. Jetzt wird es nachts auch schon richtig kalt, das ich am liebsten schon die dicke Winerjacke aus dem Schrank krammern möchte. Schal und Handschuhe habe ich schon an, weil es so bibber bibber ist  smilie_wetter_256.gif

In den Läden findet man um diese Zeit nun wieder etliche Blumenzwiebeln und -knollen, die jetzt schon in die Erde müssen, damit sie im nächsten Jahr blühen. Auch ich habe wieder zugeschlagen und mir einiges besorgt, sehr zum Leidwesen von Männe smilie_frech_018.gif


Dieser schöne Allium (Zierlauch) hat mich mit seiner schönen dunklen Farbe angelacht und schwupps, lag ein Päckchen im Einkaufswagen. Die vier enthaltenen Zwiebeln schlummern schon in der Erde. Wenn er im nächsten Jahr blüht, soll diese Sorte auch eine Höhe von ca. 80 cm erreichen. Da bin ich ja mal gespannt. Mit diesem purpurnen hier hoffe ich auch auf einen schönen Kontrast zu meinem lilaen.

Die Blumenzwiebeln die jetzt kommen, sind für Balkonien gedacht...

Die "Puschkinia" oder auch "Kegelblume" hat mich durch ihre einfache Schlichtheit total verzückt. Wenn sie blühen haben sie eine schöne zurückhaltende weiß-hellblaue Farbe. Sie werden nur ca. 15 cm hoch und sollen bei mir in den Blumenkasten wandern und das in Kombination mit...

... "Scilla Siberica" oder auch "Sibirischer Blaustern" (.. das ist eine kleine Sternhyazinthe). Diese werden auch nur ca. 15 cm hoch und ich denke farblich bilden sie einen tollen Kontrast zu den "Puschkinia".

Die "Anemonen De Caen Mischung" werde ich gesondert in einen anderen Blumenkasten oder einem von mir schön gestalteten Eimer pflanzen, denn sie sind mit einer Höhe von ca. 30 cm bisschen zu groß um mit den anderen in einem Blumenkasten zu stehen.


An sich ist mein Plan fast lückenlos, aber eben nur fast.
Einer der Übeltäter schielt schon auf dem letzten Bild um die Ecke.
Unsere beiden Mietzen haben die dämliche Angewohnheit in die Balkonkästen zu pischeln und das ist mehr als uncoolsmilie_wut_112.gif  Da ist aber bei den beiden anschainend auch kein Kraut dagegen gewachsen. Egal was wir tun, die pischeln munter weiter in die Blumenkästen und alles geht ein.

Das will ich aber unbedingt verhindern und wenn ich die Blumenzwiebel gesteckt habe erst recht. Mein Mann meinte schon ich kann mal versuchen Äste in die Kästen zu stecken, so dass sie nicht die Möglichkeit haben überhaupt erst ihren Hintern hinein zu stecken. Ich denke ein Versuch ist es wert.

Habt ihr eine Idee was ich noch versuchen könnte? Oder habt ihr auch damit zu kämpfen oder kennt ihr jemanden, der auch das Problem hat?


Liebe Grüße
Anna

Samstag, 13. September 2014

Darf ich vorstellen!

Luzifer, Crowly, Castiel und Gabriel smilie_frech_126.gif
(... und neeeeein, die Kleinen sind nicht nach Charakteren aus "Supernatural" benannt *hust*...)


Was ihr hier seht sind vier kleine Tropische Oleander. Könnt ihr euch noch an sie erinnern? Nur waren es damals nur zwei und nun sind es vier smilie_sh_080.gif
Ich meine, was macht man mit vier Tropischen Oleandern?
Ok, einen behalte ich, einer geht zur Birgit gen Westen und siehe da, immer noch zwei über. Hm... kann natürlich immer passieren, das einer eingeht. Also doch erstmal die zwei überschüssigen aufheben.


Ich konnte ja nicht ahnen, das aus der anderen Nuss auch noch welche kommen. Die hatte nämlich ewig rumgedummpert und ich wollte sie schon wegwerfen, aber ich glaube das hat sie gespürt und ist doch noch gekeimt smilie_happy_328.gif 
Das sind die auf der linken Seite, die so ein wenig vergeilt sind.
Demnächst werde ich sie umtopfen, den die Wurzeln prügeln sich schon in der Erde um den Platz.


Liebe Grüße
Anna

Mittwoch, 10. September 2014

Methoden der Samengewinnung bei Tomaten

Heute möchte ich euch mal die, ich sage mal so, gängigsten Möglichkeiten der Samengewinnung bei Tomaten vorstellen.
Das Internet ist ja voll von den unterschiedlichsten Methoden und ihr könnt ja auch einfach selbst googeln, denoch möchte ich euch meine eigenen Erfahrungen mitteilen und mit welcher Methode ich am besten gefahren, die mir am effektivsten erscheint smilie_happy_328.gif

Hier ein paar der Freiwilligen aus eigener Ernte:

Von links nach rechts: Dattelwein, Black Russian, Black Cherry und Gelbe Johannisbeertomate (...letztere ist sponsored by Schwiegermutti)

Wie ihr seht, liegen die Samen, an die wir ja ran wollen, in einer geleeartigen Masse.

Jetzt gibt es aber Menschen, die haben die Kerne lieber blank. Das heißt ohne diesen glibberigen Schutzfilm drum herum. Dann gibt es wieder Menschen, die schwören auf diesen Schutzfilm, da er wohl wichtige Nähstoffe enthält, die dem Kern beim keimen als Dünger dient.

Mir ist in den Jahren, in denen ich meine Tomaten selber ziehe, da jetzt kein großer Unterscheid aufgefallen. Ob mit Schutzfilm oder ohne, das entscheidet jeder selbst für sich.
Zumal ich der Meinung bin, wenn die Kerne Lust haben zu keimen dann keimen sie und wenn nicht dann eben nicht, egal ob mit oder ohne.

Verwendet zur Samengewinnung nur reife Tomaten!!!

Los gehts...

Die einfache Methode

Diese Methode ist, wie der Name schon sagt, ganz einfach.

Dazu streicht ihr die Kerne der Tomaten auf ein Taschentuch, ein Stück Küchenrolle oder Klopapier, legt das dann auf einen Teller, Brett etc. und lasst die Kerne auf dem Papier trocknen. Das dauert ca. 1 Woche. Es schadet aber auch nicht, wenn ihr länger wartet. Lasst aber einen Abstand zwischen den Samen. So lassen sie sich dann später einfacher abschneiden. Die Samen müssen dann aber nicht von dem Papier gefummelt werden. Das kann getrost mit in die Erde gelegt werden, den es zersetzt sich.
Die Kerne behalten so den Schutzfilm.

Diese Methode ist wirklich einfach und schnell. Mir allerdings sagt sie nicht so zu, den mir gefällt das Resultat des Ganzen optisch einfach nicht.


Die etwas umständliche Methode

Wer blanke Kerne haben möchte, kann diese Methode versuchen. Die ist aber ein kleines Geduldsspiel.

Dazu werden die Kerne auch erstmal wieder auf ein Taschentuch, Kaffeefilter etc. gestrichen.
So könnt ihr auch gut die glibberige Hülle sehen, in der die Kerne sich befinden.
Packt die Hülle (.. ich nehme meist meine Fingernägel oder eine Pinzette) und streicht mit einem Zahnstocher, einer Pinzette etc. den Kern aus der Hülle raus.
Mit ein wenig Übung klappt das ganz gut und geht auch relativ schnell.
Die Kerne legt ihr dann auf ein Stück Backpapier und lasst sie trocknen. Hier dauert es nicht so lange, max. 3 Tage. Aber auch hier schadet es nicht, länger trockenen zu lassen.

Diese Methode ist schon besser, aber wie oben geschrieben, etwas umständlich. Man braucht Zeit und Geduld, beides habe ich nicht massig, also fällt diese Methode auch flach.

Fermentieren

Beim fermentieren werden die Kerne mitsamt dem Glibber, in dem sie sich befinden, in ein verschraubbares Gläschen getan und mit etwas Wasser aufgegossen. Das ganze wird an einem warmen Ort stehen gelassen, bis alles anfängt zu gären.

Das dauert je nachdem wie warm der Ort ist zwischen 2 bis 3 Tage. Es bildet sich dann oben auf der Wasserfläche eine dünne weiß-gräuliche Schicht, das ist die Fermentierungsschicht. An ihr könnt ihr gut erkennen, das die Gärungszeit vorbei ist.

Die Kerne werden jetzt in ein feines Sieb gekippt, damit das Wasser ablaufen kann. Das müffelt zwar ein wenig, aber wir sind ja nicht aus Zucker, nich? Jetzt werden die Kerne von dem zersetzten Fruchtfleisch gelöst. Spült dazu die Kerne gut mit klarem Wasser ab. Langt ruhig mit den Fingern rein, damit sich auch jedes Fitzelchen des zersetzten Fruchtfleisches löst.

Die Fermentierung soll eine sehr gute Möglichkeit sein, um den Krankheits- und Schädlingsbefall bei den jungen Keimlingen zu reduzieren.
Viel kann ich persönlich noch nicht dazu sagen, denn ich probiere diese Methode das erste Mal aus. Bis jetzt sagt sie mir am meisten zu, den mit wenigen Handgriffen kommt man so gut an die Kerne heran.

Wenn ihr noch andere Methoden der Samengewinnung bei Tomaten kennt, dann immer her damit.

Liebe Grüße
Anna

Montag, 8. September 2014

Neues aus dem Garten IX...

Da bin ich endlich wieder. Bin zwar geschafft, aber da smilie_happy_301.gif

Na dann, auf in den Garten, mir nach in unseren nach wie vor wilden Urwald...


Seit einiger Zeit blühen unsere Tagetes oder auch Studentenblumen in ihren schönsten Farben. Einfarbig oder Zweifarbig, alle sehen sie schön aus und gebe richtige Farbtupfer im Grün ab. Besonders gut gefällt mir unten rechts die. Sie ist gelb und an den Blütenblatträndern ist sie zart orange gefärbt. Ich trau mich bald gar nicht die Blüten abzumachen und damit Zucker einzufärben.

Das ist die zweite Saat der Schwarzwurzeln, die sich auch gut entwickeln. Die erste Saat muss ich erst mal noch unter dem ganzen (Un-)Kraut finden. Ich lasse sie da stehen wo sie sind, umpflanzen wäre ein wenig blöd, denn so würde ich die äußerst schmackhafte Wurzel kaputt machen.

Beim Knoblauch sieht die ganze Sache schon anderser aus, den habe ich umgesetzt. Erst stand er ja zwischen unseren Tomaten, aber er war so ein wenig im Weg, mitten im Beet, deswegen habe ich ihn in eine Ecke gesetzt, wo er auch bleiben kann. Mal schauen wie groß er im nächssten Jahr ist, da wir ihn über den Winter drin lassen. Selbstgesteckte Knoblauchzehen brauchen ja an die 2 bis 3 Jahre, damit sich daraus richtige Knollen bilden.

Der Kalifornische Mohn blüht nun ebenfalls und sieht mit seinen zarten Blüten richtig hübsch aus. Nicht so protzig wie der große Staudenmohn. Rechts das ist eine Samenschote und davon hängen schon sehr viel dran. ich hoffe ich kann sie an den Pflanzen abreifen lassen um Saatgut für nächstes Jahr zu gewinnen.

Eine kleine Kröte hüpfte frisch uns fröhlich zwischen den Pastinaken umher.

Das verschrumpelt vergokkerte was ihr hier seht, das waren mal die Zuckerschoten von Männe. Die hat es durch das miese Wetter nun auch komplett entschärft. Die Pflanzen sind vertrocknet und teilweise verschimmelt. Ich habe denoch die Schoten abgenommen, den trotz das sie außen braun und kaputt sind, sehen die Körner noch sehr gut aus und sind zum großen Teil schon getrocknet. Ich werde die Schoten mal aufpulen und die Körner die noch gut sind, werde ich für nächstes Jahr zum stecken aufbewahren.

Und hier seht ihr meinen momentanen ganzen Stolz im Garten, die Luffa's. Es haben sich doch tatsächlich noch Gurken entwickelt, ich könnte vor Freude im Dreieck springen. Es hängen ungefähr 11 Gurken an den beiden Pflanzen dran und ein Ende ist nicht in Sicht. Kann auch nicht, wenn ich Bienchen spiele und die weiblichen Blüten mit den männlichen zusammen bringe. Solche großen Wummer wie ihr auf dem Foto seht, davon hängen 5 Stück dran. Sie fühlen sich relativ glatt an und beim drücken sind sie weicher wie normale Gurken, aber nicht so, dass sie gleich zerdrückt werden. Ich würde ja mal eine abmachen und probieren, denn in dem Zustand wie sie jetzt sind, können sie noch wie eine Salatgurke gegessen werden. Ich trau mich nur nicht, hmpf. Ich geiere doch nicht monatelang rum, bete und bange das sie wachsen mögen, nur um sie dann zu essen. Oder doch? Eine fällt doch nicht auf, wenn die fehlt. Aber ich will doch Schwämme haben. Och menno.

Dieser "kleine" Kürbis wächst auf dem Misthaufen im Nachbargarten. Da war ich gestern mal spannern (... der Opa rennt bei uns auch rum) und habe den Koloss mal fotografiert. Mein Mann will auch unbedingt mal Kürbis ziehen und dann auf dem Misthaufen setzen, aber ich esse keinen Kürbis, der schmeckt doch voll nach nichts oder Pappe. Bis jetzt hat es noch keiner geschafft mir den schmackhaft zu machen.

Liebe Grüße
Anna